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Zimmertheater schrieb am 03.03.2011 um 14:33 Uhr
Dunkel_Kammer
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Stefan Reinhardt, Student
Ist es Standup-Comedy? Vielleicht. Theatersport? Comedyshow?
Das trifft es vielleicht noch am besten: man wartet auf den Beginn der Show, die Showband ist auch schon am Spielen, da kommt ein etwas verstörter Maler in Unterwäsche rein und beginnt in einer Ecke etwas abseits zu malen – was er auch bis zum Ende des Abends fortführen wird. Schnell wird klar, dass er, passend zum Thema des Abends, eine Madonna malt.
Zimmertheater schrieb am 03.03.2011 um 18:03 Uhr
Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, 09.12.2009
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Sophie Reinlassoeder, 21, Studentin
Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran
Glaubst du an Gott? Wann warst du das letzte Mal in der Kirche? Und wo wohnt Gott eigentlich? Diese Fragen werden zu Beginn des Stückes an die Wand geworfen und hinterlassen erst einmal Fragezeichen. Doch dann kommt Endre Holéczy auf die Bühne und nimmt uns mit in die kleine Welt von Moses in Paris, die aus dem depressiven Vater, dem Besuch bei den Prostituierten und dem Einkauf bei Monsieur Ibrahim im Laden auf der anderen Straßenseite besteht.
Zimmertheater schrieb am 03.03.2011 um 18:01 Uhr
Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, 14.01.2010
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Sarah Nienhaus
(nach der Buchvorlage von Eric- Emmanuel Schmitt)
Donnerstag Abend zwanzig Uhr im Zimmertheater Tübingen: Ein enges Kellergewölbe. Ein einziger Schauspieler, der in vielen Personen für eine Stunde das Publikum auf eine Reise mitnimmt. Er fängt das Publikum, aber das Publikum hat ihn zugleich für sich, wenn Endre Holéczy als kleiner Moses auf dem roten Schemel sitzt und eine Lebensgeschichte entwickelt.
Zimmertheater schrieb am 03.03.2011 um 17:59 Uhr
Monsieur Ibrahim, 02.02.2010
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Michael Bannert
Moses wohnt in Paris in der Rue Bleue, einer Straße, die fast ausschließlich von Juden bewohnt wird. Dort lebt er allein mit seinem Vater, der jedoch aufgrund beruflicher Schwierigkeiten die meiste Zeit in seine Arbeit als Rechtsanwalt vertieft ist, um sich und seinen Sohn einigermaßen über die Runden bringen zu können. Das Leben in der väterlichen Wohnung ist geprägt von Misstrauen und Entbehrungen. “Wieso kannst du nicht sein wie dein Bruder Popol?” fragt sein Vater immer wieder und erinnert Moses in vorwurfsvollem Ton an seinen in jeder Hinsicht perfekten Bruder, der bei seiner Mutter wohnt.
Zimmertheater schrieb am 03.03.2011 um 17:55 Uhr
Monsieur Ibrahim, 03.03.2010
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Laura Hennemann
„Ich weiß, was in meinem Koran steht“, sagt immer wieder der alte Araber, der kein Araber ist, in der Rue Bleue, die nicht blau ist, zu dem jungen Juden, der nicht weiß, was Jude zu sein ihm bedeuten soll. Entlang dieses Satzes entfaltet sich in einer knappen Stunde vor uns Zuschauern des Zimmertheaters die Geschichte, im Laufe derer der Junge durch die sanfte Führung des Alten seinen Platz im Leben findet.
Zimmertheater schrieb am 03.03.2011 um 17:53 Uhr
Die Kardinaltugenden: Hoffnung, 26.11.2009
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John-Hendrik Karsten, 22, Student
„Das nächste Mal spiel’ ich zum Thema ‚Liebe’, das ist einfacher“, sagt der Hauptdarsteller Endre Holéczy und nimmt energisch die zwölf Stufen hinauf aus dem Zuschauerraum des Zimmertheaters. Mit diesem finalen Satz ironisiert Holéczy bewusst das soeben beendete Stück „Kardinaltugenden: Hoffnung“ auf wunderbare Art und Weise.
Zimmertheater schrieb am 03.03.2011 um 17:51 Uhr
Timbuktu 10.11.2009
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Andreas Weber, Verkäufer
Am Strand findet man den stets betrunkenen Willy und seinen Hund Mr. Bones.
Willy, ein einsamer Dichter und Denker, der nur selbst von seinem Können überzeugt ist, lebt auf den Straßen von New York mit seinem sprechenden Hund Mr. Bones.
Zimmertheater schrieb am 03.03.2011 um 17:50 Uhr
Dörfer 22.10.2009
Weblog: Theater Tester
Lars Weitbrecht, 23, Student/Musiker
Auf der Bühne: Eine Rampe, die sich als Straße aus einem Gemälde von M.C. Escher getarnt hat. Ein bemitleidenswertes Tiergeweih, eine Säule aus Stoff. Davor spannt sich ein Moskitonetz. Eingepfercht auf diesem Bühnenbild, welches das Thalia Hamburg pompös und verschwenderisch wirken lässt, zwei Figuren.
Zimmertheater schrieb am 03.03.2011 um 17:48 Uhr
Dörfer 29.10.2009
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Wenn man beginnt, die Wahrnehmung der Welt im eigenen Kopf dauerhaft in einem Maße mit vorgefertigten Bildern zu überkleben, dass man nichts mehr in der ursprünglichen Wirklichkeit wahrnimmt – wenn man beginnt, in dem, was man beobachtet, nichts Neues mehr zu erkennen, weil alle Orte bereits bestimmte, altbekannte Assoziationen im Kopf auslösen – wenn man beginnt, jegliches Ungewöhnliche statt mit positiver Überraschung sofort mit Misstrauen zu quittieren – dann sollte man sich Gedanken machen, bevor alles zu spät ist.
Zimmertheater schrieb am 03.03.2011 um 17:45 Uhr
Frühlings Erwachen 16.07.2010
Weblog: Theater Tester
Franziska Fischer
Theatertest „Frühlingserwachen“, Frank Wedekind
„Ein Projekt mit Jugendlichen“ lautet der Untertitel der Inszenierung von Frank Wedekinds „Frühlingserwachen“. Ehrlicherweise weckte diese Angabe in mir im Vorfeld Skepsis, da ich
jungen Schülerinnen und Schülern wenig schauspielerische Fähigkeiten zutraute. Ich sollte mich aber gewaltig täuschen. Denn wer könnte eine „dramatische Geschichte vom Erwachsenwerden“ besser und authentischer spielen als junge Menschen, die heute wie damals pubertären Sinnkrisen und Verständnislosigkeit der Erwachsenen ausgesetzt sind?
So trete ich also gespannt in den kühlen, kleinen Gewölbekeller ein, wo bereits fünf Jugendliche auf der Bühne liegen, sitzen oder mit dem Rücken zum Publikum stehen.
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